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  • Kathrin Felderer

Bereit für die Schule?


Ist dein kleiner Schatz bereits in die Schule gestartet oder geht es erst im nächsten Jahr los? Manche Kinder freuen sich, einige sind ängstlich und andere sagen gar nicht viel, auf die berühmte Frage: "Freust du dich schon auf die Schule?" Viele Fragen und Überraschungen kommen auf die Kinder und auf uns Eltern zu. Welcher Lehrer? Nette Schulkameraden? Ich denke, dass das Vertrauen in unsere Kinder und das Zutrauen, sehr wichtige Aspekte im Schulalltag sind und dass wir uns so wenig wie möglich in den Lernprozess einmischen sollten. Natürlich stehen wir hilfreich zur Seite, aber nur, wenn wir gebraucht werden. Nur so können Kinder eigenständig das Lernen lernen.

Die Evolutionspädagogik legt sehr viel Wert darauf, dass auch der Körper für das Lernen bereit ist. Was heißt das?

Ist ein Kind z.B. nicht viel gekrabbelt, hat es das Krabbeln ganz ausgelassen oder war es in dieser Zeit öfters krank, dann kann es vorkommen dass sich das Gehirn auf dieser Entwicklungsstufe nicht ausreichend vernetzt hat. Mathematisches- und räumliches Denken (oben, unten, hinten, vorne) fallen dann schwerer und häufig ist auch das Lesen mitbetroffen. Das muss aber nicht sein, denn justiert man die jeweiligen Entwicklungsstufen mit gezielten Übungen etwas nach, kann sich das sehr positiv auf das Lernen auswirken.

Die sieben Entwicklungsstufen der Evolutionspädagogik werden in unserem Kurs "Fit für die Schule" spielerisch in den Stundenablauf eingebaut. Schwungübungen finden am Boden in Bauchlage statt, denn Bodenkontakt gibt viel Erdung und so werden auch die etwas hibbeligen Kleinen plötzlich aufmerksam für die Stiftführung und die darauf folgende Vorbereitung auf die Schreibschrift.

Für uns Evolutionspädagogen ist die Schreibschrift ein entscheidender Baustein für das Lernen. Sie ist eine Art Dauerschleife, ohne den Stift dazwischen abzusetzen. So kann mehr Vernetzung im Gehirn stattfinden und der Lernstoff kann leichter gemerkt werden.

Ist die Blockschrift zuerst an der Reihe, ist das umlernen auf die Schreibschrift zwar etwas schwieriger als umgekehrt, aber dafür ist der Leseerfolg schneller gegeben. Es ist also dem Lehrer überlassen, was zuerst an der Reihe ist. Zum Glück wird noch nicht ganz auf die Schreibschrift verzichtet.

Wir trainieren in unserem Kurs auch die freie Augenbewegung, die wichtig für das Lesen und die gesamte Wort- und Texterfassung ist. Beim Blickwinkeltraining geht es darum, ein Detail zu erkennen und trotzdem den Überblick nicht zu verlieren, das ist vor allem am Anfang schwer. Negativfaktoren für einen weiten Blickwinkel sind z.B. TV Gerät, Computer und Smartphone. Sie verengen unseren Blickwinkel, und es kann vorkommen, dass es einigen Kindern schwerer fällt, einen gesamten Satz zu erfassen. Wie könnte man zu Hause den Blickwinkel trainieren? Indem man TV, Computer und Handy auf eine kurze Zeit beschränkt und viel in die Natur hinaus geht. Nah-Fern-Übungen sind toll und machen der ganzen Familie richtig viel Spaß.

Des weiteren lernen wir achtsam zu sein und Vertrauen in uns selbst zu haben, wecken Neugier bei Kindern, die sich schwer tun aus ihrem Rückzug hervor zu kommen. Ein erleichtertes Einfinden in eine Gruppe kann sich als hilfreich erweisen, denn jeder von uns weiß, wie schwer es manchmal sein kann dazuzugehören.

Hauptaugenmerk ist die Aufmerksamkeit zum richtigen Zeitpunkt und auch die dazugehörende Ausdauer. Die Sprache wird mit Rhythmusübungen gefestigt, so kann das nächste Schuljahr oder der Schulstart getrost kommen.

Den nächsten Kursstart findest du unter Kurse und Veranstaltungen.


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